Alternate History Romane

Persönlich bin ich ein großer Fan von Romanen, deren Hintergrund aus einer alternativen (aber wiedererkennbaren) Erde bestehen. Wie für viele war auch bei mir Vaterland von Robert Harris der Einstieg ins Thema. Ein Krimiroman, der in den 60er Jahren eines im 2. Weltkrieg siegreichen Deutschlands angesiedelt ist und äusserst spannend mit dem Thema umgeht, ohne den Fehler zu machen, sich nur des Hintergrunds als Storyelement zu bedienen.

Auch die erste große World War Serie von Harry Turtledove, in der Aliens im Verlauf des 2. Weltkriegs die Erde angreifen, war ein echter Genuss. Zumal Turtledove nicht nur ein ausgezeichnetes Gespür für die Auswirkungen im Großen besitzt, sondern auch die kleinen Dinge hervorragend verwebt und historische Persönlichkeiten messerscharf darstellen und nachvollziehbar handeln lassen kann.

Danach konnte ich im Neuerscheinungsregal meines Buchhändlers zwar immer mal wieder das ein oder andere Buch zum Thema finden, aber meist dann doch versteckt herumliegend und eher zufällig. Das Thema scheint in Deutschland kein all zu großes oder verkaufsförderndes zu sein.

Aktuell lese ich mich durch die Pax Britannia Serie, die auch schon in einem anderen Blogeintrag hier angesprochen wurde (2 Buchempfehlungen - Steampunk und Fantasy) und eine viktorischanische Version eines 20. Jahrhunderts als Grundlage besitzt.

Im englischsprachigen Raum scheint ein großes Interesse an diesem Thema zu existieren. Bei der Suche nach TORG Seiten bin ich auf eine Internetpräsent gestossen, auf der nicht weniger als 3100(!) Romane mit Alternate History Szenarien vorgestellt werden. Dabei gibt es zahlreiche Serien, aber auch eine schier endlose Masse von Einzelromanen. Rubriken zeigen Neurscheinungen, Klassiker, zukünftige Romane und mehr.

Wer also Interesse an dem Genre besitzt, sollte unbedingt einmal vorbeischauen: Uchronia.

Kommentare

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  Sehr gute kontrafaktische

 
Sehr gute kontrafaktische Geschichtsromane aus Deutschland gibt es von Christian von Ditfurth: Die Mauer steht am Rhein (zehn Jahre nach der Wiedervereinigung unter gegensätzlichen Vozeichen), der 21. Juli (Nachkriegsdeutschland nach einem erfolgreichen Attentat auf Hitler), der Consul (Bürgerkrieg nach dem Tod von Hitler 1932) und das Luxemburg-Komplott (Luxemburg und Liebknecht entkommen 1919 den Freikorps und treiben die Revolution voran).
 
Gruß
Graf Hardimund

100% einverstanden. Die Mauer

100% einverstanden. Die Mauer steht am Rhein und der 21. Juli habe ich auch gelesen und Consul steht noch im Regal. Allerdings ist Ditfurth eindeutig Hitsoriker, was man am fehlendem Schwung in seinen Bühern merkt. Da fehl ein wenig mehr Handlung für meinen Geschmack. Zeitgeschichtlich aber auf jeden Fall sehr intelligent verfasst.

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