D&D 5th Edition - die Planung beginnt...

Mike Mearls ist erst vor wenigen Tagen zum D&D "Chef" bei WotC avanciert und war so nett, über verschiedene Medien (Facebook, Enworld, etc.) mit den Spielern und Fans von D&D in Kontakt zu treten. Der Mann investiert auf alle Fälle Herzblut in Dungeons & Dragons...

Bei den "Gesprächen" fiel nun wohl bereits mehrfach der Hinweis auf Fehler bei der Entwicklung von 4th Ed. und Lehren, die daraus zu ziehen seien.

Nimmt man den Podcast von Accidental Survivors zur Grundlage, müssen einige Aussagen bereits recht deutlich Hinweise auf beginnende (?) Planungen zu einer 5th Ed. gewesen sein. WotC hat mehrfach versprochen, dass es von 4e keine 4.5th oder wie auch immer geartete minor Edition geben würde... es bleibt also abzuwarten, wie schnell aus diesen Gedankenspielen Realität wird.

Persönlich kann ich mir kein all zu schnelles Erscheinen einer 5th Ed. vorstellen. Nicht innerhalb der nächsten 2 Jahre, zumindest. Trotzdem möchte ich den verlinkten Podcast aber absolut empfehlen: es wird nicht(!) auf 4th Ed. herum gehackt und es wird wiederholt darauf verwiesen, dass alle Gerüchte bzgl. schlechter Verkaufszahlen eben nur dieses sind: Gerüchte. WotC schweigt halt eisern zu diesem Thema...

Man darf gespannt sein...

Kommentare

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So schnell wird die 5. sicher

So schnell wird die 5. sicher nicht kommen, denn im Herbst erscheinen ja noch neue Sets für Einsteiger (Stufe 1-5 als Box und dann weitere Bücher. unter welcher Bezeichnung das läuft, weiss ich nicht). Bevor eine neue Edition kommt, wird es sicher eine gewisse Pause geben, denn sobald jemand auch nur andeutet, dass die kommt, werden die Verkaufszahlen bei der 4e einbrechen. Darum werden die sich genau überlegen, wann sie was zu einer 5th Edition sagen, so denn eine kommt.
 
Ich finde übrigens den eingeschlagenen Weg gar nicht so schlecht. die ersten Bücher der 4e hatten definitiv ihre Macken, aber mittlerweile schwenkt WotC in eine etwas andere Richtung, denn neuere Klassen, wie z.B. der Assasine oder auch die Skill Powers legen mehr Wert auf Powers, die man auch außerhalb des Kampfes nutzen kann. Der extreme Kampffokus der Anfangszeit der 4e wird also etwas aufgeweicht. Es ist deswegen natürlich noch kein 3e, aber immerhin. Man kann nicht sagen, dass WotC taub wäre.

Ganz klar: offiziell wird

Ganz klar: offiziell wird nichts nach aussen dringen, bis es kurz vor Drucklegung ist...

Und ich glaube auch, dass WotC gemerkt hat, dass der Schnitt zu heftig war. Ein System, dass so viele alte Spieler verprellt hat, kann einfach nicht die Menge an Profit abwerfen, die angepeilt war. Dafür ist die Summe der Nachwuchsspieler einfach zu gering.

Ich hoff auch, dass 3e nicht der Massstab für eine 5e wird - denn die Erschaffung von NSCs war viel zu kompliziert und der Wust an Regeln einfach zu undurchsichtig. Ich würde mir wünschen, ein entschlacktes Basissystem zu erhalten, dass durch Zusatzprodukte aufgebohrt werden kann - mit dem Fokus auf gute Optionen, deren Integration dem Spielleiter überlassen sind.

Spielbarer war 3e sicher

Spielbarer war 3e sicher nicht. Aber es war "immersiver" sozusagen. Die Immersion fiel leichter, weil das Regelgerüst unsichtbarer war. Aber ansonsten ist es fürchterlich kompliziert. Ich mag es als Spieler, weil ich da die Zeit habe mich in die Charaktere rein zu denken. Aber als SL ist es ein graus. Ich fände es gut, wenn man auf der Basis von 4e weitermacht. Aber bitte kein Basissytem mit optionalen Regeln. Dann nutzt jeder andere Optionen und 2 beliebige Spielgruppen werden per Definition inkompatibel sein. Ich will mich nicht für jede Runde mit de mgleichen System auf neue Regeln einstellen müssen. Was 4e da an Regeln anbietet ist schon ziemlich gut. Nur eben der "Fluff" ist zu kurz gekommen, jedenfaöös für die Spieler. Als SL ist das gar nicht so unpraktisch.

Regeln

Okay, hier sind wir vollkommen unterschiedlicher Meinung. Für mich ist das Regelwerk von 4e ein Tiefschlag gegenüber allem, was (A)D&D einst ausgemacht hat.

Ein perfekt ausbalanciertes System verliert für mich jeglichen Reiz... wenn ein Kämpfer sich wie ein Magier sich wie ein Priester anfühlt, nur damit auch wirklich jeder Spieler in jeder Kampfrunde etwas gleichwertiges beizutragen hat, dann ist das für mein Dafürhalten nicht mehr (A)D&D. Das ist noch nicht mal mehr Rollenspiel, denn weder im "echten Leben" noch in Fantasygeschichten sind alle Protagonisten zu jedem Zeitpunkt gleich wichtig oder gleich effektiv.

D&D 4th Ed ist papiergewordenes Computerspiel, wo Hersteller ebenfalls ständig (und meist mit mittelmäßigem Erfolg) an der Spielbalance zwischen den einzelnen Klassen feilen müssen. Und für mich zumindest ganz sicher keine akzeptable Grundlage für eine 5th Ed. (womit auch die Möglichkeit vernichtet wäre, verlorene Spieler alter Editionen zurück in die Läden zu treiben).

Spieler alter Editionen in

Spieler alter Editionen in die Läden zu holen, wird mit 4e als Grundlage sicher nie klappen. Aber ob das überhaupt das Ziel sein kann, bezweifle ich. Das Ziel kann nur sein möglichst viele neue Spieler zu gewinnen. Wie viele davon vorher schon andere Rollenspiele gespielt haben ist irrelevant. gezielt nach alten Spielern zu fischen ist eine Sackgasse.
 
Klar ist es doof, wenn sich zwei eigentlich unterschiedliche Charaktere gleich spielen. Ich finde es aber bisher nicht so arg schlimm, jedenfalls weniger schlimm als ich es vorab erwartet habe. Aber das ist eben der mechanische Teil, der bei 2e und 3e hinter viel mehr "Fluff" versteckt ist und bei 4e deutlich zu sehen ist. Das Problem ist meiner Ansicht nach nicht, dass jeder immer etwas sinnvolles (und manchmal auch sehr änhliches) beitragen kann, denn dass es alten Editionen nicht so war, war oft ein Problem (Der Rogue ist overpowered! - Nein, er ist eh in 50% der Situationen total sinnlos!). Das Problem ist eher, dass es sich so gleich anfühlt, auch wenn man verschiedenes tut. Der "Fluff" ist eigentlich sehr verschieden, aber 4e hat halt sehr wenig "Fluff". Wären die Regeln hinter mehr "Fluff" versteckt wäre das alles halb so wild. Denn für den SL ist es verdammt praktisch direkten Blick auf Mechanik zu haben, um das Spiel besser leiten zu können. Man muss sich nicht mehr um den Umweg "Fluff" in die Mechanik eindenken um heraus zu finden, was man tun muss, um das Spiel entsprechend des Plots oder Ideen der Spieler voran zu bringen.

Ein Klassiker wird geboren

Wahrscheinlich bekommt DnD4 damit einen Klassiker-Status, gerade weil es so polarisiert hat, und wird in den nächsten Jahrzehnten immer wieder neu entdeckt werden. Wahrscheinlich als Paradebeispiel für ein Rollenspiel, bei dem viel Wert auf Balancing und -spiel und weniger auf Rollen- gelegt wurde.

Klassiker?

Mh... ich glaube, rückblickend wird D&D 4th irgendwann als Anfang vom Ende des Mythos D&D fürs Rollenspiel betrachtet werden. Verfolgt WotC mit der 5th Ed. den eingeschlagenen Weg weiter, werden sie auch die letzten "alten" Fans zurück lassen und zu wenig neue werden (meiner Meinung nach) nachkommen. Und viele von diesen neuen Spielern werden nach 1 oder 2 Jahren das Hobby wieder hinter sich lassen... ohne darauf als eine besondere Zeit zurückblicken zu können. Denn grade dafür ist 4th Ed. zu technisch.
Ich denke, schon der 3rd Ed. fehlt das, was einen echten Klassiker ausmacht: die Liebe zum Spiel, das eben nicht 100% ausbalancierte, der Versuch, es nicht allen Recht zu machen, sondern die Eigenheiten und Fehler mit einem Schmunzeln einzugestehen.

Kann ich verstehen

Um ganz ehrlich zu sein, ich kann das Schweigen von WotC sehr gut nachvollziehen. PR-technisch dürfte sich die Firma bei D&D 4 inzwischen in einem Stadium befinden, wo ihnen - egal was sie sagen - die Worte zu einer Negativmeldung hingedreht werden. Ergo ist es besser, gar nichts mehr von sich zu geben und die Leute spekulieren zu lassen.

Schweigen

Naja, die meisten Unternehmen schicken schon recht gern Erfolgsmeldungen durchs Netz. Aber vermutlich hast du in einem Punkt recht: bereits durschnittliche Verkaufszahlen würden vermutlich negativ aufgenommen und mit zahllosen "Ich habs ja immer gesagt" Kommentaren versehen werden. Und ich muss zugeben: wohl auch von mir. ;)

Die Entwicklung von D&D3 und

Die Entwicklung von D&D3 und D&D4 haben jeweils 3-4 Jahre geadauert, iirc,

D&D 3

Da ich bei diesem System als Spieltester involviert war möchte ich sagen, dass es ca. 2 1/2 Jahre waren. Evtl. sogar "nur" 2... meine Erinnerungen trüben langsam ein. *g*

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