Wer kennt das nicht... mit leutenden Augen erinnert man sich an die Abenteuer, die einen durch die 80er oder 90er Jahre geführt haben. "Keep on the Borderland", "Temple of Elemental Evil", und so weiter und so fort. Ja, das waren noch Zeiten. Bestens ausgearbeitet, voller Freiheiten und trotzdem strukturiert und einfach nur ein Mordsspass.
Aber waren allen Abenteuer so? Hat man die schwächeren verdrängt, vergessen oder gab es nur gute Abenteuer und echte Knaller?!?
Dunkel erinner mich mich an Castle Cadwell. Da war doch was... oder einige der älteren DSA Abenteuer, die einen an die Hand nahmen und dann durfte man 4 oder 5 Stunden der Stimme des Spielleiters lauschen, um zu erfahren, was der eigene Held denn so trieb. Mit Glück durfte man sogar mal würfeln, wobei das Ergebnis dann letztlich meist egal war.
Auf Enworld findet sich ein (älterer) Thread zum Abenteuer "The Forest Oracle" - mit zahlreichen Textstellen und Monster-Stats direkt aus dem Original. Ein Abenteuer von 1984, aus der Feder von Carl Smith. Das MUSS man gelesen haben - um sich daran zu erinnern, wie die goldene Zeit des Rollenspiels einfach auch war. Denn früher war nicht alles besser, aber wohl vieles lustiger...
Zu finden hier: The Forest Oracle auf Enworld
Kommentare
Hallo Cyric altes Haus, also
Hallo Cyric altes Haus,
also ich erinnere mich rigendwie gar nicht gerne. Keep of the Borderland war irgendwie reines Hachnslay für mich, wie eigentlich alle DnD-Abenteuer.
Die alten DSA-Abenteuer kenne ich nicht.
Richtig begeistert haben mich zunächst die deutschen Cthulhu-Abenteuer und dann erst die vielen Midgard-Abenteuer, die ich seit 1992 als Spieler erleben durfte.
DnD war zwar die Einstiegsdroge damals, aber die ABenteuer können mich heute nicht mehr vom Hocker hauen.
Gruß aus der Königin der Hanse
Xemides
Hey, Hansekönig! ;) Keep on
Hey, Hansekönig! ;)
Keep on the Borderlands ist absolut das, was der Spielleiter daraus macht. Riesiges Potential, aber absolut möglich, es auch als reines Hack'n'Slay zu spielen. Und ich erinner mich gerne an Burg Bernstein, Xanaton's Fluch und auch die Insel des Schreckens, die weit mehr als Monsterkloppen boten.
Ach, das schöne an diesen Erinnerungen ist ja, dass sie die Realität so herlisch verklären. Vermutlich sind auch die o.g. Abenteuer heute nicht mehr so dolle, aber damals war meine Meinung: die rocken! Und auch darum handelt ja dieser thread, in dem sich übrigens auch der ein oder andere Autor dieser Schmuckstücke zu Wort meldet. Lesenswert! Unabhängig von den ganzen Lachern, die es dort zu erleben gibt...
Die alten Abenteuer waren
Die alten Abenteuer waren durchaus auch seltsam. Burg Bernstein konnte ich nie ernst nehmen (was ich tragisch fand, denn das kurz angerissene Parallelsetting Averoigne klang irrsinnig spannend), Insel des Schreckens mochte ich wegen dieser King-Kong-artigen Atmosphäre nicht... aber Festung im Grenzland als Blaupause für "Heimatbasis + komplexes Verlies in der Nähe" war schon nicht zu unterschätzen. Und ich kenne eine ganze Menge Gruppen, für die die Festung der eigentliche Abenteuerschauplatz wurde.
Diese Blaupausen-Funktion der alten Module bietet natürlich an, sich ihrer Sujets mit den heutigen Erfahrungen abermals anzunehmen. Keep on the Borderlands hat einen erstklassigen Nachfolger in <a href="http://www.rpgnow.com/product_info.php?cPath=190&products_id=12002">Into the Wilds</a> gefunden, der eine ähnliche Ausgangssituation beschreibt und einer glaubwürdigeren Verlieslandschaft verknüpft.