Mehrere Kampagnen - unterschiedliche Systeme?

Derzeit leite ich 2 verschiedene Runden und spiele hier 2 unterschiedliche Systeme: AD&D 2nd und Warhammer FRPG 2nd. Die Systeme könnten unterschiedlicher nicht sein:

  • AD&D 2nd ist ein System das den Charakteren ermöglicht, wirklich Helden zu sein, mächtige Zauber und magische Gegenstände einzusätzen und Horden von Monstern zu töten.
  • Warhammer 2nd ist dagegen darauf ausgelegt den Charakteren deutlich zu machen, dass Menschen eher im unteren Bereich der Fressen-und-gefressen-werden-Hirarchie anzutreffen sind, mit korrupiereder Magie, vergleichweise schwachen Kampfwerten, tödlichen Wunden und lauerndem Wahnsinn.

Aber diese unterschiedlichen Eigenschaften in den Kampagnen auch tatsächlich auseinander zu halten, fällt mir des öfteren recht schwer. Nach einer guten Sitzung AD&D neige ich dazu, auch in meiner Warhammer Runde Heldentum und Dungeoncrawl einzubringen - was für die Charaktere leicht zu einer tödlichen Begegnung werden kann. Und nach einer erfolgreichen Warhammer Runde steigt in mir das Verlangen, die Elemente des Chaos und Wahnsinns auch in meine High Fantasy Kampagne integrieren zu wollen - was weder Regelsystem noch Abenteuer wirklich zulassen.

Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass durch die zweigeteilte Aufmerksamkeit nicht nur zwischen den Kampagnen, sondern auch und grade zwischen den Regelwerken, nicht jeder Abend so gut verläuft, wie er verlaufen könnte. Die Magie- wie Kampfsysteme sind so unterschiedlich, dass ich regelmässiger mein Wissen auffrischen müsste - und gleiches gilt für Monster, Hintergrund und verzauberte Ausrüstung. Aber meine Zeit reicht nicht aus, parallel mehrere Regelsysteme aufzufrischen, mehrere Kampagnen zu planen und auch noch ein wenig in die Zukunft zu träumen (was meist zumindest noch ein weiteres Regelsystem beinhaltet).

Wie schafft ihr es, Zeit und Anspruch unter einen Hut zu bringen, wenn ihr mehrere Kampagnen gleichzeitig leitet? Nutzt ihr nur ein System? Oder nur die jeweiligen Grundregeln? Oder lasst ihr es einfach sein, "normale" Bücher zu lesen und steckt stattdessen eure Nasen nur noch in Rollenspiel-Regelwerke?

Kommentare

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Verschiedene Systeme

Hallo,

ich spiele einiges an verschiedenes Systemen, mit größtenteils underschiedlichen Spielern. Da wird selten die Aufmerksamkeit geteilt.

Die Zeit zum Lesen teile ich mir ein, mal ein RPG-Buch, mal ein Roman. Klappt irgendwie, auch wenn das Tempo höher sein könnte.

Welche Systeme spielst du

Welche Systeme spielst du denn gleichzeitg?

  Also ich kann mir dein

 

Also ich kann mir dein Problem gut vorstellen, habe es selbst jedoch nicht.
 
Bin und bleibe bei D&D 3.5, finde ein Regelwerk auf das man sich spezialisiert ist besser.
 
Es gibt so viele Romane und Regelbücher das mein Lesevorrat noch lange, lange nicht ausgeschöpft ist.
 
Wie oft spielt ihr den eigentlich? Kann mir vorstellen wenn man jedes WE zwischen den Systemen wechseln muss ist es schwer, aber ka wenn jede Gruppe nur einmal im Monat spielt stell ich mir das schaffbar vor.

Wir spielen in 2 Gruppen, die

Wir spielen in 2 Gruppen, die sich wöchentlich abwechseln - mehr oder minder. Also in der einen Woche Warhammer FRPG, in der Folgewoche AD&D 2nd, dann wieder Warhammer usw.

Und ich hab ja noch weitere Systeme, die ich gerne spielen würde... spätestens, wenn das neue Hackmaster raus kommt, wird dieses eines der gespielten Systeme werden. Aber vielleicht gelingt es mir dann ja sogar, die Gruppen bzgl. des Systems zusammen zu führen.

Wenn man sich auf ein System spezialisiert hat, entfällt das Problem natürlich. Aber... es gibt doch so viel, was sich auszuprobieren lohnt... *g*

Übersichten

Ich habe auch mal vor dem gleichen Problem gestanden und jetzt als Student komme ich kaum noch zum Lesen in Regelbüchern. Daher mache ich das so, dass ich immer, wenn ich Zeit habe kleine Übersichten mache. (Also quasi in den Semesterferien).
Und zwar sammle ich alle Regeln, die ich öfters brauche (Kampf, Magie, Soziale Begebenheiten, Zufallstabellen, Namenstabellen, etc.) in einen Ordner. Dazu kommt dann meist noch ein oder zwei Teaser, die ich auf nem Con benutzen würde, um alle in die richtige Stimmung zu versetzen. Vor einem RPG-Abend lese ich so ne Stunde oder so in dem Ordner und bin dann auch meist in genau der richtigen Laune, um genau das zu Leiten, was ich vorhatte.
Bisher habe ich da ganz gute Erfahrungen gemacht.

Ja, bei Warhammer halte ich

Ja, bei Warhammer halte ich das ähnlich. Aber grade für die spezielleren Bereiche... Chaosmagie, Wahnsinn, Mutationen... da wünsche ich mir manches mal schon mehr Zeit. Andererseits... vielleicht sollte ich mich einfach mal hinsetzen und den Ordner entsprechend vervollständigen. Wäre an der Zeit...

Hingehudelt

Also bei klassischen Systemen bin ich ein echter Regelmuffel. Meist werden nur die Grundregeln verwendet oder noch zusätzlich die Regeln, die gerade im Fokus stehen. Alles was aus dem Rahmen raus fällt wird über Basisregeln gehandwedelt.

Entsprechend mag ich eben auch Indies, wo man meist stromlinigere Systeme hat, die (einmal durchschaut) leicht zu behalten sind. Und sich insbesondere krass von den anderen Spielen absetzen, die wir spielen. Ich glaube, gerade die relative Nähe der Regelkonzepte bei klassischen Spielen kann da Verwirrung stiften.

Wir hatten allerdings auch nie mehr als zwei Kampagnen gleichzeitig.

Mh... ich bin kein großer

Mh... ich bin kein großer Freund dieser Indi Welle. Da steckt zwar häufig viel Liebe drin, aber dafür tendieren die Systeme nach meinem Geschmack immer zu sehr in eine bestimmte Richtung. Wer die nicht mag - als Spieler oder Spielleiter - wird dann wenig Freude daran haben. Und zumindest jene, durch die ich geblättert habe, wirkten auf den ersten Blick nicht grade unkomplziert... Aber da kann ich mich täuschen - wie gesagt, es waren nur Blicke, keine Spieleindrücke.
Ein ähnlicher Hype ist ja Savage World - aber auch das System ist in meinen Augen lediglich nett, aber noch lange kein Reißer. Und SW habe ich nun auch schon gespielt...

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