Momentan spiele ich mit dem Gedanken, meine Freundin via eines 1:1 Spiels besser mit den Regeln von AD&D 2nd und dem Rollenspiel im allgemeinen vertraut zu machen. Allerdings ist es weit schwieriger, sich ein Abenteuer für nur eine Person auszudenken - zumal dieser Charakter noch nicht einmal existiert.
Welche Möglichkeiten gibt es, aus einem 1:1 Spiel eine erinnerungs- und wiederholungswürdige Sitzung zu gestalten?
Zum einen wird es NSCs bedürfen - Hirelings (Söldner) oder Henchmen (Anhänger) - um Fertigkeiten abzudecken, die von ihrem Charakter nicht erfüllt werden können. Allerdings möchte ich, dass diese Einsicht bei ihr selber erwächst und ich als Spielleiter nicht dazu drängen muss, Begleiter aufzunehmen. Außerdem soll das Handeln und Denken weiterhin von ihr ausgehen - die Begleiter sollen aber trotzdem eine Persönlichkeit erhalten und nach dieser vorgehen.
Ein weiteres Problem das ich sehe ist, dass keine Anregungen von anderen Spielern kommen können - also in einigen Situation der Spielleiter eingreifen muss oder das Abenteuer einfach nicht voran kommt. Dies kann sicherlich zu frustrierenden Erfahrungen führen, grade für eine noch recht neue und unerfahrene Spielerin.
Und vor allem die Frage, wie man verhindert, grade seiner eigenen Freundin in einem 1:1 Spiel gegenüber zu streng oder vorallem zu nachgiebig zu sein. Einerseits soll es eine tpyische Rollenspielerfahrung werden (also auch mit Verlusten/Ängsten/Scheitern konfrontieren), andererseits soll es aber vorallem Spaß machen. Und wenn möglich, auch noch ein gewisser Lerneffekt eintreten...
Ich wäre dankbar für Hinweise und Anregungen von Lesern dieses Blog Eintrags - und verspreche im Gegenzug, den Versuch auch zu starten. :)
Kommentare
Also ich habe in meiner
Also ich habe in meiner Kampagne 3 Spieler, die auch nicht alle Fertigkeiten abdecken. Ich versuche dann immer alternative Wege anzubieten, diese Skills zu umgehen. Das Knacken eines Codeschlosses z.B. wäre per Elektronik-Handwerk und Computer Use gelaufen (wenn es denn geklappt hätte) statt über Disable Device. Wenn Du die Alternativen umständlich genug machst, wird sicherlich schnell das Bedürfnis nach NSC mit entsprechenden Fertigkeiten steigen. Du kannst die NSC ja auch in Interaktionssystiationen als Mitreisende "anbieten". Aber ich würde die Anzahl klein halten, denn mehrere Charaktere als SL zu spielen ist Aufwand und je mehr die NSC machen, umso weniger macht der Spieler, was nie schön ist.
Grundsätzlich bietet es sich für eine Solche Kampagne mit nur einer Spielerin sicherlich an eine System zu wählen, dass nicht wie D&D, Fertigkeiten nur für bestimmte Klassen ermöglicht sonder jeder Klasse alle Fähigkeiten anbietet. Das senkt den Bedarf an NSC schon mal. Zudem sollten die Abenteuer auch einigermaßen die die Fähigkeiten des SC zugeschnitten sein. Aber das versteht sich ja eigentlich von selbst.
Wenn Du dann ein oder zwei NSC in Begleitung des SC hast, kannst Du sie auch Tipps geben lassen, wenn es nicht voran geht. das sollte sicher nicht zur Selbstverständlichkeit werden und Du solltest darauf achten, dass die NSC nur Tipps geben, die zu ihrer Rolle passen. Ansonsten kannst Du "Ideenblockaden" nur durch Alternative Lösungswege umgehen, entsprechend solltest Du davon vermutlich mehr planen als es für eine "normale" Gruppe der Fall wäre.
Wie weiter oben schon geschrieben, ist ein Vorteil dieser Kampagne sicherlich, dass sie sehr viel persönlicher sein kann und Du Dich 100% auf einen Charakter einlassen kannst. Das wird das Spielerlebnis für deine Freundin bestimmt enorm bereichern.
Beast Hunters
Das Rollenspiel Beast Hunters von Berengad Games ist auf das Spiel von 2 Personen ausgelegt und bietet auch Fantasy.
versuchs mal mit western
versuchs mal mit western city. das dürfte einige deiner probleme lösen
Western City
Wenn du mir verrätst, was das ist und wo ich es finde. :) Und... das klingt nicht wirklich nach Fantasy...
nein klingt nicht nach
nein klingt nicht nach fantasy lässt sich aber problemlos umbauen. Die mechanik ist es die es witzig macht für einen one-o-one.
gibt auch ne Rezi dazu:
http://www.chaosamspieltisch.org/?p=229
http://bucheibon.wordpress.com/2008/07/15/western-city/
anstelle der western city einfach ne burg oder eine stadt7dorf draus amchen anstelle der indiander zwerge elfen usw fertig
1:1
Hallo,
also wenn ich an meine Anfänge denke, waren wir auch immer zu zweit
und dann hat einer immer mehrere Chars gespielt. So kann man am
Anfang auch mal herausfinden was einem eigentlich gefällt. Man kann
es ja etwas gestalten wie bei Ars Magica. Vielleicht hat sie einen Main
char und die anderen sind Handlanger. So ist es einfacher das Abenteuer
zu stricken und wenn sie z.B. nen Magier spielt, muss sie nicht gleich
angst haben zu sterben wenn auf erster Stufe ein Goblin kommt.
Gruß
Maniac
http://maniac-drachenhort.blogspot.com/
Das mit den mehreren Chars
Das mit den mehreren Chars wollte ich langsam einführen - wenn aus Hirelings Henchmen werden, z.B. Ich bin mir nicht sicher ob es das Erlernen wirklich einfacher macht, wenn man sich vom Start weg in mehrere Charaktere versetzen und entsprechende Klassenfertigkeiten beherrschen muss. Oder?
Bei sowas kann man doch immer
Bei sowas kann man doch immer schön persönlich werden und etwas Charaktergeschichte behandeln:
1-2 Szenen aus der Kindheit und Jugend, schon bekommen Freundin und Charakter eine Hintergrundgeschichte präsentiert, an die man sich auch später noch erinnert.
Wenn man dann (also 3.) zum Abschluß das noch - "zum erwachsen werden" - mit einem kleinem Plot krönt, der den Alltag vllt. bedroht/Weichen zum Abenteurerleben (ruhig Ereignisse aus der Kindheitsszene aufgreifen und gipfeln lassen) stellt, hat man einen netten Rollenspielabend hinter sich, wo es "um was ging", ohne dass man groß Gegner aufstellen, komplizierte Intrigen auffahren oder Standards abspulen muss.
Und Deine Freundin hat danach einen Charakter in der Hand, den sie seit seiner Kindheit schon kennt und der alleine schon dadurch eine ordentliche Portion Persönlichkeit bekommen hat, die sie hoffentlich zum Weiterspielen animiert.
Mh, das könnte eine Idee
Mh, das könnte eine Idee sein. Allerdings ist auch da die Vorbereitung schwierig, wenn der Charakter noch nicht einmal ausgewürfelt ist. Ich werde den Gedanken - ihr Abenteuerleben quasi schon in der Kindheit aufleben zu lassen - aber gerne aufnehmen. Man muss nur aufpassen, dass das nicht in railroading ausartet...