Seltsame News zur neuen D&D Einsteiger Box

Wenn man die Erläuterungen von WotC so liest, dann kann man schon ins Grübeln kommen - werden da doch plötzlich Änderungen an Regeln der 4th Ed vorgenommen, die von abgesprungenen Spielern kritisiert wurden. Der Verzicht auf Daily Powers bei den Klassen, Änderungen an der Wirkungsweise von Zaubern... und der Artikel handelt noch nicht einmal vom eigentlichen Regelheft der Essential Edition.

Wie kann man das interpretieren? Wird die Essential Edition die 4.5 Ed. - nur unter einem anderen Namen? Oder ist sie ein Testballon, der zukünftige Regeländerungen für eine 5th Ed. einem (Massen-) Spielertest zuführen soll? 

In wie weit verdient eine Essential Edition eigentlich diesen Namen, wenn sie gleichzeitig die Level 1-30 abdeckt und nicht nach den Stufen 1-3 oder 1-5 auf das eigentliche Grundregelwerk verweist? Für mich klingt das nicht grade nach einem Einstiegssystem, dass Spieler für D&D 4th gewinnen soll, sondern nach einem eigenständigem System. Das einen Schritt weit wieder auf die Spieler zugehen soll, die durch die 4th Ed. vor den Kopf gestoßen wurden.

Ich bin gespannt...

Kommentare

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Hö?

Wo findest Du den die Aussage, dass die Essentials Box von Stufe 1 bis 30 geht? Ich sehe nur was davon, dass es die Basisregeln bis Stufe 30 gibt und Monster bis Stufe 30. Ob die Klassen in der Box schon alles bis Stufe 30 haben, hab ich nicht gesehen.
 
Warum es keine Edition 4.5 ist: In der Essentials Box werden neue Build der Basisklassen vorgestellt, das ist meines Wissens auch schon lange bekannt. Diese Build sind in sofern geändert, als dass sie weniger auf Daily Powers setzen und dafür öfter auf verbesserungsfähige Encounter (und At Will?) Powers. Das ist soweit nichts neue,s denn es lehnt sich an das Konzept der Power Points an, dass Psioniker z.B. schon seit ihren Anfängen in der 4e habe. Ich finde es prinzipiell gut, denn es gibt den Spielern eine weitere Ressource. Ein 4.5e ist es deshalb nicht, weil es voll kompatibel ist zu 4e. Alle neues Klassen fügen sich ohne Probleme in bestehende Runden ein. Es bedarf absolut null Änderungen an bestehenden Charakteren/Runden um mit Essentials Charakteren zu spielen. Hinweise darauf dass das irgendwas mit einer 5e zu tun hat, sind wohl weniger als Spekulation. Dafür wird einfach viel zu wenig geändert, als dass das überhaupt der Fall sein könnte. Da gibt es mehr Änderungen zwischen 3.5e und Pathfinder. Vor allem gibt es da "breaking changes", die ein spielen in einer Gruppe mit Chars nach 3.5 und nach Pathfinder eigneltich unmöglich machen.
 
Ich interpretiere Essentials als einen weiteren Schritt in die Richtung, in die kürzlich erschienene Klassen wie der Assassin schon gingen. Nämlich in Richtung der Spieler. Dort gab es schon mehr Powers, die auch außerhalb des Kampfes nützlich sind. Das ist ja eine alte Forderung. Und jetzt die Powers flexibler zu machen und dem Spieler mehr Entscheidungsmöglichkeiten zu geben dürfte genauso ein Spielerforderung gewesen sein. So gesehen ist die Essentials Box eine verdammt gute Nachricht.

Gegenfrage: woher weisst du,

Gegenfrage: woher weisst du, dass nicht mehr geändert wird... vom Inhalt des eigentlichen Regelhefts war aus Seiten WotC's bisher noch nicht die Rede. Und den Satz "Rules Compendium. This comprehensive book contains the essential rules of the game collected in one place, taking a campaign from 1st to 30th level." interpretiere ich schon derart, dass die Regeln für ein Spiel von Stufe 1 bis 30 enthalten sind.

Klar ist das ansonsten noch alles Spekulation. Andererseits waren die Regeländerungen zwischen 3.0 und 3.5 auch nicht so gravierend, als dass 3.0 Produkte dadurch nicht mehr spielbar waren.

Die Frage ist doch: eine Essential Edition sollte, dem Namen nach, die Grundkonzepte des eigentlichen Systems neuen Spielern vermitteln. Dabei ist es üblich, komplexere Sachverhalte wegzulassen - mehr lernen kann der neue Spieler immer noch, wenn er ins eigentliche System wechselt. Aber WotC lässt ja nicht nur weg, sondern führt neue Regeln ein. Und das lässt sich m. E. mit dem Namen und dem offiziellen Ziel des Produkts nicht verbinden.

 

Für Einsteiger ist die rote Box da.

Die Essentials sind eine Produkt-Untergruppe von D&D, die im Prinzip für alle Spieler gedacht ist. Ein Produkt aus der Essentials Reihe, das Dungeons & Dragons Fantasy Roleplaying Game ist für Einsteiger entworfen, die dann schrittweise mit weiteren "Essentials" tiefer in D&D einteigen können.
Es werden in der Essentials Reihe einige alternative Regel-Konzepte genutzt, die aber zum größten Teil wohl schon veröffentlicht sind. In welchem Maße welches Konzept verwendet, wegelassen oder ausgeweitet wird, bleibt abzuwarten. 
 

Aber du musst zugeben: in

Aber du musst zugeben: in eine ESSENTIAL Reihe Regeln einzuarbeiten, die das System nicht grade einfacher machen, ist nicht unbedingt das, was der Name verspricht. Oder was meiner Meinung nach sinnvoll wäre, wenn 400 Seiten Players Handbook bisher Spieler abgeschreckt hat.

Essentials = Alles, was man fürs Spiel braucht & will?

So würde ich das interpretieren. Aber der Name ist wohl nur als Marketing Buzzword gedacht. Ganz davon abgesehen, für wen wird das Spiel weniger einfach? Für Anfänger? Die bekommen mit der Red Box ein Eisnteigsprodukt und können sich dann weiter einarbeiten, wenn sie Lust haben. Dann wird das Spiel natürlich komplexer, was aber von beiden Seiten so gewollt ist.   
D&D4 Profis bekommen mit den Essentials neue Optionen an die Hand, über die sich wohl niemand beschweren wird. Denn sie sind optional. Wenn ich sie in meiner Runde will, baue ich sie ein, wenn nicht ... .

Essentielles

kA, was genau mit dem Namen "Essentials" gemeint ist. Ich denke, es heißt einfach: Das ist alles Essentielle drin, dass man als Neueinsteiger braucht. Für Neueinsteiger ist es auch völlig egal, ob da nicht alle Builds der Klassen drin sind. Hauptsache es steht genug zum zocken drin. Eigentlich werden die Klassen als solche ja auch nicht geändert. Sie werden nur erweitert. Es gibt eben eine zusätzliche Ausprägung. Wie man bei einem Regelwerk aber komplexe Sachverhalten weglassen sollte, ist mir auch nicht klar. Denn ohne bestimmte Regeln ist das Spiel ja nicht sinnvoll und vor allem kompatibel spielbar. Wenn müsste man auch eher komplizierte Dinge weglassen, nicht unbedingt komplexe (entsprechend der Definition von PiHalbe).
 
Meine Infos beziehe ich primär aus den ENWorld-Foren, in denen eigentlich immer viel zusammen kommt und auch viel von WotC zitiert wird, so dass ich nicht glaube, dass die Leute dort nennenswert daneben liegen. Ich rate auch dazu diese Essentials Box nicht zu überinterpretieren.

I'm not alone... ein

I'm not alone... ein vergleichbarer Blog Eintrag (mit Kommentaren) hier: Joe the Lawyer

Und eine Diskussion bei RPGnet: Forum von RPG.net

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