Oooops, they did it again...
Eine "Never ending story", wie's scheint. Dieses mal hat es die Macher der Masterplan Software erwischt. Eine kostenlose 4e Software, die DDI Daten verarbeiten konnte und Spielleitern dabei Unterstützung bietet, ihre Abenteuer vorzubereiten.
Mehr zu der Abmahnung hier: GeekKen und hier: Greywulf.
Die Seite der Masterplan Macher findet ihr hier: Adventure Design Studio.
Ja, mir ist klar, dass WotC sein Eigentum schützen muss. Und wenn die Gerüchte auf Enworld stimmen, hat man wohl die "freundlichen Abmahner" aus den Räumen in Seattle verbannt, was die rüderen Schreiben der Rechtsabteilungen erklärt. Aber Masterplan liefert einfach nur das, was die Wizards seit 2 1/2 Jahren nicht bieten (können), nämlich eine sinnvolle Unterstützung der online Plattform, die angeblich ein so wichtiges Mittel in der Verbreitung von D&D 4th werden sollte. Dazu kostenlos - also steht einmal mehr kein Gewinnstreben hinter Masterplan.
Ich bleibe bei der Aussage: hier schlägt ein sterbender Riese mit letztem Aufbäumen um sich, bevor er eingestehen muss, dass seine Zeit vorbei ist. Eine traurige Entwicklung...
Kommentare
Update zur Sache
Hier findet ihr ein offizielles Statedment der Macher: Masterplan Blog. Die Downloadfunktion zieht die Daten aus dem account des jeweiligen Nutzers, d.h. um Masterplan zu verwenden, benötige ich ein DDI account. Letztlich ist Masterplan nicht mehr als das, was Wizards einmal versprochen und bis zum heutigen Tage nicht gehalten hat. Schon bitter...
Man beachte in diesem Zusammenhang auch die Kommentarte... sowas ist einfach saudämliches PR.
Auch Lucas(-film, -arts,
Auch Lucas(-film, -arts, usw.), GW und mnache andere mahnen desöfteren ab, sind deswegen aber noch lange nicht pleite und/oder verzweifelt.
WotC
Das sind große Firmen - denen kanns egal sein, ob sie 100 oder 500 Fans "ans Bein pissen". WotC verkauft laut Schätzungen eine Anzahl Regelbücher im gehobenen 4-stelligen Bereich (also pro neu erschienem Regelbuch). Da sollte man etwas vorsichtiger sein.
Davon abgesehen war das bisher nie Stil der Wizards. Das war allerdings der Stil von TSR, kurz bevor es zu Ende ging...
Ich schätze den Absatz von
Ich schätze den Absatz von WotC wesentlich höher ein. Denn sonst wäre WotC nicht nur "kurz bevor es zu Ende ging" sondern schon lange dicht. Meiner Meinung nach sind es Auflagen im hohen fünfstelligen Bereich, bei beliebteren Titeln von sechstelligen Auflagenhöhen..
Zahlen
Meine Angaben sollen(!) den aktuellen Absatz von 4th Ed. Büchern entsprechen. Das 3te Players Handbook ist, Gerüchten zufolge - denn WotC veröffentlicht dazu keine Zahlen - erbärmlich gelaufen, zumindest im Vergleich zu den beiden vorhergegangen.
WotC lebt nicht von D&D! Das war schon unter Chris Pramas so. Er hat die Marke erworben, weil er sie liebte, nicht weil es wirtschaftlich eine tolle Idee war. WotC lebt von Magic - immer noch. Und es sind die Trading Cards, die D&D wohl am Leben halten.
Hier noch ein interessanter Link zum Thema: Ingram Zahlen. 2009, also sollten diese weit besser, als aktuelle sein...
Ein paar Schnipsel eregeben noch kein Bild.
Zur mangelnden Aussagekraft der Ingram Zahlen wird ja schon im entsprechenden EN World Thread genug gesagt.
Ich schätze, wie gesagt, die Auflagen wesentlich höher, denn wenn Deine Auflagenzahlen stimmen sollten, würde WotC bei jedem verkauften Buch ordentlich draufzahlen. Die Rabatte, die von WotC dem Groß- und Einzelhandel eingeräumt werden, sind recht hoch, das kann man sich nur bei sehr hohen Auflagen leisten.
Ich gehe auch davon aus, dass die Auflagen kleiner werden und der Absatz sinkt, das ist aber normal, da auch Rollenspiele ganz gewöhnlichen Produktzyklen unterworfen sind. Daher gibts bei den meisten Spielen alle paar Jahre eine neue Auflage.
Was Ryan Dancey (nicht Chris Pramas) angeht, der mag zwar D&D Fan gewesen sein, hat aber auch eine sehr günstige Gelegenheit ergriffen, die enorm starke Marke von einem quasi bankrotten Unternehmen gekauft, und durch die schnelle Weitergabe der Marke sehr gut verdient.
Wenn Du die Jungs von Ulisses fragst, warum sie die DSA Lizenz gekauft haben, werden sie Dir sicher auch gern erzählen, das sie schon immer große DSA-Fans waren, und sich einen Traum erfüllt haben. Ich kenne aber keinen Unternehmer, der seine Geschäftsentscheidungen von Liebe und Träumen abhängig macht. Die Gelegenheit war da, als recht kleiner Verlag die stärkste deutsche Marke zu einem relativ günstigen Preis zu kaufen. Sie haben die Sache durchgerechnet und zugegriffen.